Bouffon

Mehr über das Stück Bouffon

Die Illusion einer perfekten Welt! Bouffon zeigt, was möglich wäre... und wie die Menschen es vergeben.

Bouffon nach der Vorlage «Bouffons le roi et les autres – Une farce moyenâgeuse» von Thierry Luterbacher ist ein ironischer Schwank über Macht und Grenzen der poetischen Imagination, sowie über Status und Hierarchien und ihre absurde Dynamik. Die archetypischen Figuren (König und Königin, Narr, Poet, Prinzessin und Gouvernante, Mönch etc.) sind im Mittelalter verortet, spannen aber den Bogen in die Gegenwart und spiegeln immerwährende, so auch heutige gesellschaftliche Verhältnisse.

Wie das Stück Bouffon entstanden ist

Co-Regie Daniel Nobs / Philipp Boë

Die Vorlage von Thierry Luterbacher hat die beiden Bieler Theatermacher Philipp Boë und Daniel Nobs sofort begeistert. Und als die Beiden mit dem Schlosspark ihre ideale Spielstätte gefunden hatten, war das Startsignal gegeben: Ein komödiantisches und mehrsprachiges Schauspielensemble musste her! Und natürlich ein Kreativteam, das es versteht mit Musik und Kostümen, Bühnenbild, Licht und Schatten das Publikum zu verzaubern. Der Ursprungstext ist in den siebziger Jahren entstanden, einer Zeit des Um- und Aufbruchs. Den Geist jener Epoche transformieren wir in eine moderne Ästhetik. Nach allen Regeln der Kunst erträumen wir uns ein poetisches Königreich, lassen es lustvoll und krachend scheitern, um es im Nu wieder neu zu konstruieren…

Bühnenbild von Marc Calame

„Errichte mir ein Königreich!“ sagt der König zum Bouffon. „Erschaffe mir ein Bühnenbild“ sagt die Regie zum Szenographen. Und so finden wir uns im Schlosspark Nidau auf einer Baustelle wieder. Ein Ort, an dem Visionen entstehen. Mit einfachen Mitteln und auf verschiedenen Ebenen entstehen Räume für individuelle Vorstellungen, Illusionen und Träume. Die Bauarbeiten sind im Gange. Brücken werden gebaut, um Hindernisse zu überwinden. Das Königreich wächst und nimmt exzentrische Formen an. Es wird versucht, alles im Gleichgewicht zu halten. Ein Balanceakt: auch die Fassade des Schlosses ist in diesem Spiel nur Kulisse.

BOUFFON - GEMACHT FÜRS FREILICHT-THEATER

Bereits die ursprüngliche Fassung "Bouffons le roi et les autres" war für eine Umsetzung unter freiem Himmel geschrieben worden und erfüllt die Anforderungen an das Genre «Freilicht». In Zusammenarbeit mit Thierry Luterbacher werden wir seine Vorlage überarbeiten und auf den Schlosspark und das Ensemble adaptieren.

Musik von Markus Gfeller

Vielschichtig und facettenreich, mal monumental, mal psychologisierend, das ist die Musik zu Bouffon. Da kontrastieren Renaissanceelemente mit Soundscapes, Rock mit Orchestralem, Klangcollagen mit Songs. Musikalische Experimente mit Orgelpfeifen welche beim Umbau eines Hauses gefunden wurden erklingen aus eigens gebauten Blechlautsprechern. Und wir haben gelernt, dass die Laute ziemlich leise ist…

KOSTÜME EVA BUTZKIES

Die Akteure beginnen quasi «privat» gekleidet. Sobald sie ins Stück eintauchen wechseln sie in «Kostüme» und Kostümteile, um so sichtbar in die Rollen zu schlüpfen. Dabei streben wir für die mittelalterlichen Kostüme nicht historische Genauigkeit an, sondern ein zeichenhaftes, archetypisches Darstellen der Funktionen der Protagonisten. Diese verbinden sich im Schichtenprinzip mit dem Alltagslook, können schnell gewechselt werden und ermöglichen so permanente Rollenwechsel. Vor unseren Augen entsteht eine prachtvolle, historische Welt mit modernen Elementen angereichert, die das Spiel im Spiel genussvoll zelebriert.

Portraits der Kreativleitung

Philipp Boë

Philipp Boë

(*1971, lebt in Biel), künstlerische Co-Leitung, Co-Regisseur

Philipp Boë hat sich als Regisseur auf spartenübergreifende, meist non-verbale Bühnenproduktionen spezialisiert. Er inszeniert seit 1998 Projekte in den Bereichen (Freilicht-)Theater, Zirkus und Tanz, z.B. PuuPääT, Don Quijote - the making of dreams, Cyclope, Universus - Das Festspiel der Badenfahrt. 2018 führte er zum zweiten Mal Regie für die Abschlussshow der Staatlichen Schule für Artistik in Berlin. 2019 inszeniert er zudem den Zirkus Chnopf und ist Mitbegründer der Compagnie Raum 305.

Daniel Nobs

Daniel Nobs

(*1964, lebt in Biel), künstlerische Co-Leitung, Co-Regisseur

Nach seiner Theaterausbildung an der Scuola Teatro Dimitri in Verscio ist er seit 1990 auf, vor und neben der Bühne tätig. Als Schauspieler war er im In- und Ausland über Jahre in festen Ensembles und in freien Produktionen engagiert. Seither zunehmende Regie- und Lehrtätigkeit, u.a. unterrichtete er an der Pädagogischen Hochschule Bern angehende Lehrkräfte im Fachbereich Theater. Als Regisseur (u.a. «Verrücktes Blut» mit der TheaterZone Biel) arbeitet er immer wieder mit Laien und Profis zusammen.

Thierry Luterbacher

Thierry Luterbacher

(*1950, lebt in Biel), Autor

Arbeitet als Autor, Journalist und Theaterregisseur. Thierry war Schüler von Antoine Vitez am Conservatoire d‘art dramatique in Paris. Im Verlag Bernard Campiche sind von ihm sieben Romane und ein Theaterstück erschienen, u.a. Desperado – La cendre des gestes (2017), Evasion à perpétuité (2011) und Quidam (2006). Sein Roman Un Cerisier dans l‘Escalier (2001) wurde mehrfach prämiert: Prix Georges-Nicole, Literaturpreis des Kantons Bern und Prix Saint-Valentin (Paris 2002). Autor und Regie von mehreren Theaterstücke, unter anderem La Forêt Sacrée und Elles étaient une fois.

Marc Calame

Marc Calame

(*1963 in Bern, lebt in Biel), Bühnenbildner

Architekturstudium und 1995 Abschluss der Fachklasse Bühnenbild der Kunstschule S11 in Solothurn. Bühnenbildassistent am Städtebundtheater Biel-Solothurn und am Theater Basel. Als Mitarbeiter des Bühnenbildners Hermann Feuchter an der bayrischen Staatsoper München, am Grand Théâtre de Genève, Burgtheater Wien, Opernhaus Zürich, Staatsoper Hamburg u.a.m. tätig. Seit 2000 ist er freischaffender Bühnenbildner, u.a. für «Don Quijote, the making of dreams» und «Cyclope».

Markus Gfeller

Markus Gfeller

(*1960, lebt in Péry), musikalische Leitung

Musiker, Komponist und Musikproduzent. Nach einem klassischen Kontrabassstudium geht er mit der Rockband Axxis auf Tour, es folgen unzählige Konzerte, TV-Auftritte sowie CD-Produktionen in Deutschland und den USA. Ab 1999 Aufbau eines eigenen Tonstudios und Aufträge als Komponist, Produzent und Musiker für Musik im Theaterbereich, sowie für Industrie- und Werbefilme. So entstanden Musiken u.a. für Orbite (öfföff Productions), Don Quijote – the making of dreams und für Cyclope. Markus Gfeller ist Dozent für Musik- und Medientechnologie an der Hochschule der Künste in Bern.

Eva Butzkies

Eva Butzkies

(lebt in Basel), Kostümbildnerin

Studium in Kostümdesign in Hannover mit Praxissemester bei der Glyndebourne Festival Opera, England. Von 2003 bis 2005 Assistenz am Theater Basel. Seit 2005 freischaffende Kostümbildnerin bei diversen Schauspiel-Produktionen, u.a. Theater Basel, Vorstadttheater, 1918.ch, Don Quijote- the making of dreams, Cyclope. Ausserdem Kostüme für Film, Tanz, Oper und zahllose Einzelprojekte der freien Szene, v.a. in der Schweiz.

Schauspieler*innen

Ann Klemann

Ann Klemann

(*1977 in Leipzig, lebt in Bern und Cavigliano)

Schauspielstudium an der Hochschule Scuola Teatro Dimitri, seither als freischaffende Schauspielerin, Theaterschaffende und Sprecherin in verschiedenen Formationen und Produktionen der Schweizer Kultur- und Theaterszene tätig. 2005 gründete sie mit Rolf Brügger die Compagnie Theater EigenArt und tourt mit ihren Eigenproduktionen durch die Schweiz. Seit 2005 Mitglied beim Forumtheater «Konfliktüre» Bern. 2012 gründete sie die Gesangsformation Tante Bitterli.

Antoine Zivelonghi

Antoine Zivelonghi

(*1980, lebt in Biel)

Nach dem Bachelor-Diplom an der Scuola Teatro Dimitri lässt er sich in Rotterdam an der Hochschule CODARTS in Zirkuskunst und Akrobatik ausbilden. Seit 2010 ist er als freischaffender Schauspieler, Regisseur, Artist, Pädagoge und Lichtdesigner unterwegs. U.a. ist er Mitbegründer des „Colletivo Spettatori“, dessen Produktionen verschiedenste Bereiche der Bühnenkünste verschmelzen lässt. Mit dieser Formation trat er in der Schweiz, Europa, Russland und Afrika auf.

Christophe Nicolas

Christophe Nicolas

(*1958, lebt in Yverdon)

Nach seiner Theaterausbildung an der Scuola Teatro Dimitri in Verscio besuchte er das Actor’s Studio von Lee Strassberg in New York. Der Schauspieler und Mime tritt regelmässig in der Romandie auf. Als Lehrer unterrichtet er u.a. an der Scuola Teatro Dimitri und der HEP in Lausanne. Als Regisseur und Theaterautor arbeitet er mit zahlreichen Formationen zusammen. Für seine eigene Theatergruppe «Les Phénomenes» schreibt und inszeniert er regelmässig Stücke.

Gerardo Tetilla

Gerardo Tetilla

(*1981 in Argentinien, lebt in Losone)

Beginnt seine Karriere als autodidaktischer Strassenkünstler. Mit 20 Jahren kommt er nach Europa, absolviert an der Scuola Teatro Dimitri und geht mit dem Circus Monti auf Tour. Er gründet seine eigene Company 7 ½ und tritt seit 2012 im Musical „Peter Pan World Arena Tour“ auf. Nach Abschluss seines Masterstudiums in Physical Theatre arbeitet er als Schauspieler und Oeil extérieur in der freien Szene. Seit 2014 ist er mit Naïma Bärlocher mit dem Clownduo «Very Little Circus» unterwegs.

Luc Müller

Luc Müller

(*1978 in Lausanne, lebt in Bern)

Absolvierte die Accademia Teatro Dimitri - Hochschule für Theater in Verscio/CH. Diverse Weiterbildungen in Tanz, Theater, Sprache und Gesang in Brüssel, Paris, Lissabon, Zürich und Bern. Tätig als Schauspieler für Theater, Fernsehen und Film, u.a. mit 400asa oder im Schauspielhaus Zürich wo er unter der Regie von Stefan Pucher und Meret Matter arbeitete. Zudem arbeitet er als Sprecher in diversen Tonstudios und beim SRF.

Naïma Bärlocher

Naïma Bärlocher

(*1984 in Bern, lebt in Losone)

Als Tochter einer Tänzerin und eines Musikers entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für die Bühne. Nach ihrem Studium an der Gymnastik Diplom Schule Basel, arbeitete sie als Bewegungspädagogin an Tanzschulen. 2012 schloss sie ihr Studium an der Scuola Teatro Dimitri ab. Seither ist sie als Schauspielerin in zahlreichen Theaterprojekten tätig, u.a. mit 400asa und Bobok Theatre. 2013 entstand das Stück „Hä?“ in Eigenregie und 2014 kreierte sie das Clownduo „Very Little Circus“ mit ihrem Partner Gerardo Tetilla.

Pascale Güdel

Pascale Güdel

(*1981, lebt in Biel und Lausanne)

Pascale Güdel ist im Jura aufgewachsen und hat ihr Schauspielstudium im Jahr 2004 am Konservatorium (SPAD) in Lausanne abgeschlossen. Seither arbeitet Sie als Schauspielerin und Regisseurin, hauptsächlich in der Romandie. Unter ihrer Leitung hat die Compagnie FRAKT’ in Biel fünf Stücke zur Aufführung gebracht. Sie engagiert sich in Biel im Komitee des Forum Culture und in der Programmationsgruppe „à propos – spectacles jeune public“.

Der Veranstalter - Verein PlateauLac
Biel/Bienne

Veranstalter: VEREIN PLATEAULAC

Der Verein PlateauLac mit Sitz in Biel wurde 2011 von Bieler und Nidauer Kulturschaffenden als Produktionsstruktur für das Spektakel Cyclope gegründet. Der Vereinszweck wird folgendermassen definiert: «Der Verein bezweckt die Förderung und Durchführung von Spektakeln, welche Theater-, Tanz-, Zirkus-, Akrobatik-, Komik- und Musikdisziplinen gleichermassen als kreatives Potential nutzen.»

Der Verein PlateauLac vereinigt ein bewährtes und eingespieltes Team sowohl im kreativen wie auch in den administrativen und technischen Sektoren. Der gesamtheitliche Ansatz zeigt sich in der sorgfältigen Planung und Gestaltung aller Aspekte der Aufführung, z.B. Platzgestaltung, Gastronomie, Kommunikation etc.

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